17. Luttergrünzug / Otto-Brenner-Straße: Radverkehr abtrennen, Übergang zur Nachtigallstraße sichern

Wegwirrwarr? Zeit für Ordnung!

Wer vom Luttergrünzug kommt, landet an der Otto-Brenner-Straße in einer unübersichtlichen Situation. Die Wege treffen nicht sauber aufeinander und viele weichen deshalb auf den Gehweg der Nachtigallstraße aus. Das sorgt zu Recht für Ärger bei Fußgänger*innen und ist für niemanden eine gute Lösung.

Wir beantragen

  • eine klar markierte Spur, die Radfahrende sicher in die Nachtigallstraße hinein und wieder heraus führt
  • freie Sicht durch Halteverbote
  • und langfristig: die Nachtigallstraße als Fahrradstraße plus eine verlängerte Mittelinsel für eine sichere Querung

Der Antrag im Wortlaut:

Antrag gemäß § 24 GO NRW
Radverkehrsführung Nachtigallstraße / Otto-Brenner-Straße

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beantrage die Verbesserung der Führung des Radverkehrs an der Kreuzung des Luttergrünzuges mit der Otto-Brenner-Straße und die Einrichtung der Nachtigallstraße als Fahrradstraße.

Der Luttergrünzug ist ein für das Zufußgehen wie für das Radfahren gleichermaßen beliebter Weg. Er ist außerdem explizit als Fahrradroute ausgewiesen. Das Miteinander funktioniert in der Regel gut, allerdings gibt es einige Stellen, an denen die Voraussetzungen für ein konfliktfreies Miteinander besonders schwierig sind.

An der beschriebenen Stelle wird der Grünzugweg nicht passgenau durch einander genau gegenüberliegende Wege fortgesetzt, sondern es entsteht ein leichter Versatz entlang der Otto-Brenner-Straße.


von Westen gesehen


von Osten (aus der Nachtigallstraße) gesehen

Die Situation ist für Fahrradfahrende unübersichtlich und missverständlich, was dazu führt, dass viele Radfahrende den Gehweg in der Nachtigallstraße nutzen. Über dieses regelwidrige Verhalten beschweren sich Fußgängerinnen und Fußgänger zu Recht, nicht zuletzt auch in der städtischen Umfrage „Miteinander-Räume / Wo klappt das Miteinander – und wo hakt es noch?“ vom November 2025. Auch Radfahrer und Radfahrerinnen äußern sich über die Situation unzufrieden.

Die Nutzung der Fahrbahn der Nachtigallstraße ist für Radfahrende aus beiden Richtungen intuitiv nicht naheliegend und wird weder durch die Beschilderung noch durch die Wegeführung unterstützt. Zudem muss, wer stadteinwärts mit dem Fahrrad korrekt auf der Nachtigallstraße fährt, entlang der Otto-Brenner-Straße ein Stück den dortigen Hochbord-Radweg entgegen der Fahrtrichtung benutzen, um die Querungshilfe auf der Otto-Brenner-Straße zu erreichen.


Blick aus der Nachtigallstraße auf die Otto-Brenner-Straße, jetzige Querungshilfe weiter links

Ich beantrage daher als Sofortmaßnahmen:

(1) in der abgerundeten, breiten Ecke, die die Hochborde an Otto-Brenner-Straße und Nachtigallstraße bilden, die Markierung und Beschilderung einer Radfahrspur in Abgrenzung zum Gehweg mit Überleitung in die und aus der Nachtigallstraße, so dass Radfahrende eine Verbindung zwischen Nachtigallstraße und Querungshilfe an der Otto-Brenner-Straße vorfinden,

(2) in der Nachtigallstraße gegenüber den Hausnummern 11 und 13, also rechts und links der Einmündung des Grünzugweges, die Einrichtung von Halteverboten für Kfz (mit physischer Verhinderung des Haltens und Parkens), damit Radfahrende, die auf dem Luttergrünzug stadteinwärts unterwegs sind, die Nachtigallstraße besser einsehen können,

(3) die Versetzung des roten Radwegweiserschildes auf die dem Grünzugweg gegenüberliegende (nördliche) Seite der Nachtigallstraße.


Blick vom Grünzugweg in die Nachtigallstraße: Schild deutet hier auf den Gehweg

Des Weiteren beantrage ich

(4) die Einrichtung der Nachtigallstraße als Fahrradstraße mit Abbindung an der Otto-Brenner-Straße (Radverkehrskonzept, Maßnahme Nr. 142),

(5) die Verlängerung der Mittelinsel auf der Otto-Brenner-Straßen als Querungshilfe über den gesamten Bereich zwischen Nachtigallstraße und dem westlichen Zweig des Grünzugweges und entsprechende Führung und Beschilderung des Radverkehrs.

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